Kostenloser Versand ab 39€10€ geschenkt mit dem Code BIENVENUE10

    Guide für Jasmintee

    Geschichte

    Jasmintee gehört zur Familie der chinesischen Dufttees. Seine Herstellungspraxis soll auf die Song-Dynastie zurückgehen, doch erst unter den Ming, ab dem XIV. Jahrhundert, etablierte sie sich im Fujian. Die Blüte wird nie mit dem Blatt vermischt: Sie wird mehrere Nächte lang auf den Tee gelegt, damit sie ihren Duft freisetzt, und anschließend wieder entfernt. Dieser Vorgang, der bei den feinsten Qualitäten mitunter sieben- bis neunmal wiederholt wird, setzt eine enge Abstimmung zwischen den Teeproduzenten und den Jasminbauern voraus. Der Tee wird nicht aromatisiert: Er bewahrt die Erinnerung an eine Blüte, die nicht bleibt.

    Herkunft

    Jasmintees stammen hauptsächlich aus Fujian und Guangxi im Süden Chinas. Bei den verwendeten Blättern handelt es sich fast immer um Grüntees - Chun Hao, Mao Feng, bisweilen Long Zhu für die von Hand gerollten Perlen. Die am häufigsten verwendete Jasminsorte ist Jasminum sambac, die zu Beginn des Sommers gepflückt wird. Die Blüten werden am späten Vormittag geerntet, wenn sie noch geschlossen sind, und bei Einbruch der Nacht auf die Blätter gelegt, wenn sie sich öffnen und ihren Duft freisetzen. Die Abstimmung zwischen Teeernte und Jasminblüte bestimmt die Qualität des Ergebnisses.

    Verkostungsnotizen

    Der Aufguss eines guten Jasmintees ist klar und leuchtend, von einem zarten Gelbgrün. Der Duft entfaltet sich, wenn man die Tasse näherführt: Er ist floral, leicht süßlich, ohne Schwere. Am Gaumen bleibt das Blatt wahrnehmbar - vegetal, bei Mao Feng bisweilen vegetal-geröstet. Der Duft verlängert die Verkostung, ohne sie zu überdecken. Einen gelungenen Jasmintee erkennt man an der Genauigkeit dieses Gleichgewichts. Die Blüte verdeckt das Blatt nicht; das Blatt verdrängt die Blüte nicht. Es wird kein Aroma hinzugefügt - ein zu ausgeprägter Duft ist oft ein Zeichen industrieller Aromatisierung.

    Zubereitung

    Wasser: mineralstoffarm. Temperatur: 75 bis 80 °C. Dosierung: 3 g auf 200 ml. Zeit: 2 bis 3 Minuten in der Teekanne oder mehrere kurze Aufgüsse (30 bis 45 Sekunden) im Gaiwan. Zu heißes Wasser bringt eine Bitterkeit hervor, die nicht sein sollte. Gerollte Perlen brauchen beim ersten Aufguss etwas mehr Zeit, um sich zu öffnen. Die zweite Tasse bringt oft das Blatt stärker zur Geltung, wenn die Blüte ihren ersten Hauch bereits verströmt hat.

    Passende Produkte