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    Guide für Teezubehör

    Geschichte

    Teezubehör wurde nicht als Zierde entworfen. Es entstand dort, wo die Geste eine Stütze brauchte - Wasser, das eingeschenkt werden musste, ein Blatt, das aufgenommen werden musste, Wärme, die bewahrt werden musste. Die Teekanne aus Yixing-Ton, seit dem 15. Jahrhundert belegt, entstand mit der Praxis des Gong Fu Cha. In Japan werden die Matcha-Schale - Chawan - und der Bambusbesen - Chasen - im Innersten der Teezeremonie geformt, dort, wo die Praxis die Form begründet. Diese bis heute lebendige Genealogie unterscheidet das Teezubehör vom dekorativen Objekt: Es ist in erster Linie ein Präzisionswerkzeug.

    Herkunft

    Die wichtigsten Produktionszentren sind nach wie vor China und Japan. In China Yixing für Teekannen aus Zisha, Jingdezhen für Porzellan, Dehua für Blanc de Chine. In Japan Tokoname und Banko für Teekannen, Kyōto und Mino für Schalen und Tassen, Takayama und Beppu für Bambus. Neue Werkstätten entstehen in Europa wie in Südostasien und interpretieren diese Traditionen zeitgenössisch. Hollin bevorzugt Werkstätten, in denen die Herstellung überschaubar bleibt und jedes Stück die Unregelmäßigkeiten der Handarbeit bewahrt.

    Verkostungsnotizen

    Ein gut gewähltes Zubehör verändert die Wahrnehmung des Tees, ohne die Aufmerksamkeit abzulenken. Eine dünnwandige Teekanne bewahrt die Feinheit eines Grüntees; unglasierte Keramik entwickelt im Laufe der Aufgüsse eine Patina und gibt mit der Zeit einen Teil der Erinnerung an die Tees wieder, die sie durchlaufen haben. Eine Tasse bestimmt den Abstand zwischen Hand und Lippe, die Stärke des Randes, die Tiefe des betrachteten Aufgusses. Ein Tablett ordnet die Geste, ohne sie einzuschränken. Das richtige Objekt ist jenes, das beim Gebrauch in Vergessenheit gerät und das man am Ende des Moments unversehrt wiederfindet.

    Zubereitung

    Einige Hinweise, um die Stücke auf Dauer zu pflegen. Teekannen aus unglasiertem Ton: mit heißem Wasser ausspülen, niemals Seife verwenden. Porzellan und glasiertes Steinzeug: sanft von Hand spülen, an der Luft trocknen lassen. Bambus (Chasen, Chashaku): mit lauwarmem Wasser abspülen, an der Luft trocknen lassen, den Chasen auf seiner Halterung aufbewahren, um die Form der Borsten zu erhalten. Holztabletts: mit einem feuchten Tuch abwischen, nicht eintauchen. Regelmäßiger Gebrauch ist meist die beste Pflege. Stücke, die benutzt werden, bleiben besser erhalten als jene, die ruhen.

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