
Wie wird Jasmintee beduftet?
Der Duft des Jasmintees wird nicht hinzugefügt. Er wird übertragen.
Anders als oft angenommen, wird Jasmintee nicht mit künstlichen Aromen beduftet. Sein Duft entsteht durch einen langsamen und präzisen Prozess, bei dem das Teeblatt auf natürliche Weise den Hauch der Blüte aufnimmt.
Ce savoir-faire traditionnel, appelé « yìn zhì » (窨制), est reconnu comme patrimoine culturel immatériel en Chine.
Es ist weniger eine Technik als eine behutsame Begegnung zwischen einem Blatt und einer Blüte, zwischen zwei Zeitlichkeiten.
Ein Prozess in mehreren Zyklen
Um einen hochwertigen Jasmintee zu erhalten, erfolgt die Verarbeitung niemals in einem einzigen Schritt. Es ist eine Abfolge wiederholter Handgriffe, bei der jedes Detail das Endergebnis beeinflusst.
- 1. Die Basis vorbereiten
Man wählt einen sorgfältig getrockneten Grüntee, der den Duft aufnehmen kann, ohne ihn zu dominieren. - 2. Die Blüten vorbereiten
Die Jasminblüten werden im Sommer noch geschlossen gepflückt und anschließend ruhen gelassen, bis sie sich auf natürliche Weise öffnen. - 3. In Kontakt bringen
Der Tee und die Blüten werden in feinen Schichten gemischt. Die Blüte öffnet sich, gibt ihren Hauch frei, das Blatt nimmt ihn langsam auf. - 4. Die Wärme kontrollieren
Die Mischung erzeugt auf natürliche Weise Wärme. Sie muss behutsam belüftet werden, um die Reinheit des Duftes zu bewahren. - 5. Trennen
Nach mehreren Stunden werden die verwelkten Blüten behutsam entfernt. - 6. Trocknen
Der Tee wird leicht erwärmt, um das Aroma zu fixieren, ohne es zu verändern. - 7. Wiederholen
Dieser Zyklus kann mehrmals wiederholt werden.
Die Anzahl der « Beduftungen » verändert alles
Bei den besten Jasmintees werden bisweilen 3, 5, bis zu 7 oder 9 Beduftungen angegeben. Mit jedem Zyklus kann das Blatt mehr Duft aufnehmen.
Doch mehr ist nicht immer besser.
Ein großer Jasmintee darf nicht nur nach Blüten duften. Er muss auch dem Blatt selbst Raum geben, in seinem feinen Gleichgewicht.
Mit oder ohne sichtbare Blüten
Zwei Ansätze bestehen nebeneinander:
- - Ohne Blüten: Der Duft ist eingebunden, dezent, tief.
- - Mit Blüten: visueller, unmittelbarer.
In beiden Fällen bleibt die Frage dieselbe: Liegt der Duft nur auf dem Tee, oder ist er wahrhaftig Teil des Tees?
Bei HOLLIN
Wir behandeln Jasmin nicht wie einen Geschmack, den man hinzufügt. Wir lassen ihn das Blatt langsam und respektvoll durchdringen.
Diese behutsame Begegnung bieten wir in unserem Rosée de Jasmin und unserem Duo des Fleurs an - zwei unterschiedliche Ausdrucksformen desselben überlieferten Savoir-faire.
Ein gelungener Jasmintee duftet nicht einfach nur nach « Jasmin ». Er wird zu etwas anderem: einer sanften, klaren und lebendigen Präsenz.
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